SAP: Grundlagen für den Endanwender mit Nutzen

Jeder Endanwender, der mit SAP arbeitet, muss sich zwangsläufig mit der Funktionsweise des Programms auseinandersetzen, um ein hohes Maß an Effektivität in seiner Arbeit erreichen zu können.

SAP ist ein sogenanntes ERP-System, mit dem Unternehmen verschiedenster Branchen ihre gesamten Unternehmensprozesse elektronisch - von der Produktion bis hin zur Buchhaltung und dem Controlling - länderübergreifend und weltweit in Echtzeit verarbeiten können.

Da SAP von vielen Unternehmen mit den unterschiedlichsten Prozessen verwendet wird, gibt es eine große Anzahl an Transaktionen, Feldern und Buttons, die dem Endanwender zur Verfügung stehen und ohne entsprechende Schulung für Verwirrung sorgen können. Um nicht von dieser vermeintlichen Komplexität des SAP-Systems überfordert zu werden, ist es besonders wichtig, sich zunächst eine Grundorientierung zu verschaffen. Der eigene Arbeitsbereich innerhalb des SAP-Systems mit seinen entsprechenden Prozessen - wie beispielsweise den Buchhaltungs-, Controlling-, Produktions- oder Einkaufsprozessen - sollte zunächst genau lokalisiert werden.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich SAP-Grundlagen mehr oder weniger tief greifend anzueignen. Zum einen werden zahlreiche Bücher oder auch Internetbeiträge angeboten, die einem anhand von verschiedensten praxisnahen Beispielen die Prozesse näher erläutern. Sogar auf Internetplattformen gibt es zahlreiche Videos zu diesem Thema, die einem komplexe Transaktionsabläufe inklusive ausführlicher Kommentierung vorstellen. Zum anderen kann man direkt bei SAP oder diversen zertifizierten Bildungsträgern Schulungen besuchen, die je nach Bedarf Grundlagen oder auch Experten-Know-how vermitteln. Die Kurse dauern in der Regel zwischen zwei und fünf Tagen und werden mit mehreren Tausend Euro berechnet.

Neben den Grundlagen zur Funktionalität von SAP-Prozessen sollte sich der Endanwender speziell auch mit dem Aufbau der Menüleisten sowie den Eingabe- und Auswahlmöglichkeiten von Informationen beschäftigen. Gerade in diesem Bereich liegt häufig großes Optimierungspotenzial, wenn es darum geht, Transaktionen effektiv und somit schnell und richtig auszuführen. Dieses Thema wird bei Schulungen oder auch Internet-Workshops häufig nicht intensiv genug behandelt. Somit bleiben viele Arbeitserleichterungen, die beispielsweise in der Menüleiste zu finden sind, für den Endanwender verborgen und führen in der Konsequenz dann häufig zu langwierigen und ineffektiven Transaktionen. Die Folge: Manche Anfänger empfinden das Programm als eine große, kaum zu bewältigende Belastung, da ihnen häufig einfache, aber grundlegende Informationen zum Auffinden von unterschiedlichsten Menüpunkten fehlen. Dadurch gestalten sich einfachste Prozesse oft sehr schwerfällig und zeitintensiv.